Handwerksbetriebe, Reinigungsfirmen und andere lokale Dienstleister sollten ihr Google-Unternehmensprofil aktuell halten, damit Kunden sie über Google finden. Das Profil zeigt Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos und Kundenbewertungen. Früher hieß es Google My Business.
Achten Sie darauf, dass alle Angaben zum Betrieb passen, und bitten Sie Kunden fair um Bewertungen, die Sie anschließend beantworten. Eine zuständige Person sollte das Profil pflegen. Vollständige Angaben helfen Google, Betriebe zu passenden Suchanfragen zu finden. Sie sichern aber keinen bestimmten Platz in den Suchergebnissen. Auch die Entfernung und die Bekanntheit des Betriebs zählen.
Angaben aktuell halten
Aktualisieren Sie das Profil, sobald sich im Betrieb etwas ändert. Prüfen Sie Telefonnummer, Website, Geschäftsname, Öffnungszeiten und angebotene Leistungen. Stimmen diese Angaben nicht mit den Informationen am Telefon oder auf der Website überein, müssen Kunden nachfragen und Termine können verloren gehen.
Verwenden Sie den Namen, den der Betrieb tatsächlich nutzt, zum Beispiel auf dem Firmenschild und in den Geschäftsunterlagen. Fügen Sie keine Suchbegriffe wie „Elektriker in Musterstadt“ hinzu, wenn sie nicht zum tatsächlichen Unternehmensnamen gehören. Google verlangt, dass das Profil den Betrieb wirklichkeitsgetreu darstellt. Grundsätzlich ist nur ein Profil pro Unternehmen erlaubt.
Dienstleister müssen auch angeben, ob sie Kunden an der Geschäftsadresse empfangen. Eine Sanitärfirma, die nur zu Kunden fährt und an ihrer Adresse keine Kunden empfängt, sollte die Adresse nicht öffentlich anzeigen. Stattdessen trägt sie die Orte ein, an denen sie Kunden bedient. Diese Orte bilden ihr Einzugsgebiet. Ein Betrieb, der Kunden an einer besetzten Geschäftsadresse empfängt, kann sowohl die Adresse als auch das Einzugsgebiet angeben.
Google erlaubt bis zu 20 Einzugsgebiete, zum Beispiel Orte oder Postleitzahlen. Das gesamte Gebiet sollte als Richtwert nicht viel weiter als etwa zwei Stunden Fahrzeit vom Unternehmensstandort entfernt sein. Einen einfachen Umkreis können Sie nicht eintragen. Fährt eine Heizungsfirma regelmäßig in einen neuen Ortsteil, sollte sie ihn ergänzen. Tragen Sie keinen Ort nur deshalb ein, weil dort möglicherweise Kunden suchen. Das weckt falsche Erwartungen. Änderungen am Einzugsgebiet erscheinen nach der Freigabe möglicherweise erst nach bis zu 48 Stunden.
Die Öffnungszeiten müssen zeigen, wann Kunden den Betrieb tatsächlich erreichen können. Können Kunden nur nach Vereinbarung kommen, muss das bei den Angaben klar sein. Vor Feiertagen prüft die zuständige Person, ob das Büro und der Außendienst wie üblich erreichbar sind. Falls nötig, trägt sie besondere Öffnungszeiten ein. Bei einer Betriebspause von sieben oder mehr Tagen empfiehlt Google, das Profil als vorübergehend geschlossen zu kennzeichnen.
Korrekte Angaben in anderen Verzeichnissen helfen Kunden, den Betrieb zu erreichen. Daraus folgt aber kein bestimmter Vorteil beim Ranking, wenn die Einträge überall identisch sind. Halten Sie die Angaben vor allem deshalb einheitlich, damit Kunden den Betrieb nicht verwechseln und nicht unnötig nachfragen müssen.
Kategorien passend wählen
Wählen Sie als Hauptkategorie die Tätigkeit, mit der der Betrieb hauptsächlich sein Geld verdient. Ein Elektrobetrieb, der vor allem Elektroinstallationen ausführt, sollte dafür die passende verfügbare Kategorie wählen. Einzelne Leistungen wie Wallboxmontage oder Fehlersuche gehören in die Leistungsangaben, sofern es dafür keine eigene passende Kategorie gibt.
Google erlaubt eine Hauptkategorie und bis zu neun weitere Kategorien. Mehr Kategorien bringen nicht automatisch einen Vorteil. Fügen Sie eine weitere Kategorie nur hinzu, wenn der Betrieb die dazugehörige eigenständige Tätigkeit wirklich anbietet. Kategorien sind keine Suchwortliste. Sie sollen weder die Ausstattung noch einzelne Arbeitsschritte beschreiben.
Prüfen Sie die Kategorien, wenn sich der Schwerpunkt des Betriebs ändert. Übernimmt ein Gartenbaubetrieb künftig vor allem Landschaftspflege statt Neuanlagen, sollte die Hauptkategorie zu der Leistung passen, die Kunden am häufigsten buchen. Ändern Sie die Kategorie nicht wegen jeder neuen Einzelleistung. Google bestimmt, welche Kategorien verfügbar sind, und kann die Auswahl ändern.
Echte Arbeitsfotos zeigen
Fotos zeigen Interessenten, welche Arbeiten ein Betrieb ausführt und wie es vor Ort aussieht. Google empfiehlt Dienstleistern mindestens drei typische Arbeitsfotos. Diese Zahl ist eine Empfehlung für das Profil, aber keine belegte Mindestzahl für bessere Platzierungen.
Ein Malerbetrieb kann zum Beispiel eine fertig gestrichene Wand, eine sorgfältig abgedeckte Baustelle und ein Detail der ausgeführten Arbeit zeigen. Eine Gebäudereinigung kann ein Team bei einer typischen Aufgabe fotografieren. Die Bilder sollten die tatsächlich ausgeführte Arbeit zeigen und klar erkennbar sein. Verwenden Sie keine übermäßigen Filter oder Bearbeitungen, die das Ergebnis verfälschen.
Fragen Sie um Erlaubnis, bevor Sie Fotos von Kunden oder privaten Räumen veröffentlichen, und prüfen Sie, ob persönliche Unterlagen, Adressen oder andere vertrauliche Details zu sehen sind. Vorher-nachher-Bilder müssen die tatsächlich ausgeführten Arbeiten zeigen. Google zeigt ein selbst gewähltes Titelbild nicht unbedingt als erstes Bild an. Neue Fotos erscheinen möglicherweise erst nach 24 bis 48 Stunden im Profil.
Bewertungen fair einholen
Bitten Sie Kunden nach einem abgeschlossenen Auftrag um eine Bewertung ihrer tatsächlichen Erfahrung. Sie können allen Kunden auf dieselbe sachliche Weise einen Bewertungslink schicken. Ein QR-Code auf der Rechnung oder ein Link in der Abschlussnachricht erleichtert den Zugang.
Bieten Sie weder Rabatte noch Geschenke als Gegenleistung für Bewertungen an und bitten Sie nicht nur zufriedene Kunden um eine Rezension. Google verbietet außerdem, Kunden zu einer bestimmten Bewertung oder zu bestimmten Inhalten zu drängen. Bewertungen beeinflussen, wie bekannt ein Betrieb in der Umgebung ist; eine feste Zahl an Rezensionen, die einen bestimmten Platz sichert, gibt es nicht.
Lesen Sie neue Bewertungen regelmäßig und antworten Sie kurz, höflich und konkret. Beschwert sich ein Kunde über einen verspäteten Termin, erkennen Sie das Problem an und erklären Sie, wie der Betrieb künftig über Verzögerungen informiert. Nennen Sie keine Auftragsdetails, an denen andere den Kunden erkennen könnten. Klären Sie weitere Einzelheiten über einen privaten Kontaktweg.
Aufgaben und Zugänge klären
Bestimmen Sie, wer Angaben ändert, Bewertungen beantwortet und Zugänge verwaltet. So bleibt das Profil auch aktuell, wenn eine andere Person das Telefon oder Büro übernimmt. Google bietet eigene Zugänge für Inhaber und Administratoren. Sie müssen kein gemeinsames Passwort weitergeben.
| Aufgabe | Mögliche Zuständigkeit | Wann prüfen |
|---|---|---|
| Öffnungszeiten und Feiertage | Büro oder Geschäftsführung | Vor Feiertagen und bei Änderungen |
| Telefonnummer, Website und Einzugsgebiet | Inhaber oder benannte Profilverantwortliche | Sobald sich Angaben im Betrieb ändern |
| Arbeitsfotos sammeln und hochladen | Mitarbeitende liefern Bilder, Büro prüft und lädt sie hoch | Nach passenden abgeschlossenen Aufträgen |
| Bewertungslink versenden | Büro oder Kundenservice | Nach abgeschlossenen Aufträgen |
| Bewertungen beantworten | Eine benannte Person, bei Streitfällen die Geschäftsführung | Bei neuen Bewertungen |
| Nutzerzugänge verwalten | Profilinhaber | Bei Personal- oder Dienstleisterwechsel |
Personen mit Administratorzugang können Profilangaben bearbeiten, Fotos verwalten und auf Bewertungen antworten. Sie können jedoch keine Nutzer hinzufügen oder entfernen und das Profil nicht löschen. Deshalb sollte die Inhaberin oder der Inhaber die Kontrolle über das Profil und die Zugänge behalten; entfernen Sie Zugänge, die Beschäftigte oder externe Dienstleister nach ihrem Ausscheiden nicht mehr benötigen.
Eine feste Pflegeroutine nutzen
Tragen Sie Änderungen an Erreichbarkeit, Leistungen oder Einsatzgebiet zeitnah ein; nach einem Auftrag kann das Büro allen Kunden den Bewertungslink schicken. Mitarbeitende können passende Arbeitsfotos für später vormerken, wenn sie die Bilder aufnehmen dürfen. Die zuständige Person prüft neue Bewertungen regelmäßig und gibt wiederkehrende Kritik weiter.
Prüfen Sie vor Feiertagen und längeren Pausen die Öffnungszeiten und Erreichbarkeit. Google schreibt keinen festen Wochenrhythmus für Fotos oder Kategorien vor. Ändern Sie Kategorien nur, wenn sich das Kerngeschäft tatsächlich verschiebt. Veröffentlichen Sie Fotos, die einen echten Einblick in die Arbeit geben.


