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Die fünf Konflikttypen im Arbeitsalltag

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Konflikte gehören zum betrieblichen Alltag. In welcher Weise sie vorkommen, hängt von den Beteiligten ab. Aspekte wie Konfliktfähigkeit spielen eine wichtige Rolle. Experten unterscheiden zwischen fünf grundsätzlichen Konflikttypen. Alle diese Typen haben Vor- und Nachteile für Kollegen und Vorgesetzte.

Extrovertiert: Offener Umgang, aber zu konfliktträchtig

Extrovertierte sprechen sämtliche Probleme frühzeitig an, davon können Unternehmen profitieren. Kritisch wird es, wenn diese Mitarbeiter es übertreiben. Sie neigen zu einem rechthaberischen Auftreten, was andere Beschäftigte vor den Kopf stoßen kann. Manager sollten das Positive nutzen, Extrovertierte im richtigen Moment jedoch bändigen und insgesamt gelassen bleiben.

Introvertiert: Probleme nicht offen ansprechen

Introvertierte benennen ihre Kritik nicht offen, sie fressen ihren Unmut in sich hinein. Das geht eine Zeit lang gut. Irgendwann hat sich ein solches Maß an Wut aufgestaut, dass sie aufgrund einer Kleinigkeit eskalieren. Führungskräfte sollten diese Mitarbeiter ermuntern, ihre Kritik zu äußern.

Detailorientiert: Austragung auf der sachlichen Ebene

Detailorientierte konzentrieren sich auf die Sache. Sie übersehen manchmal, dass hinter Konflikten persönliche und emotionale Gründe stecken können. Diese verstehen sie nicht und fokussieren auf die objektiven Tatsachen, oft mit einer zunehmenden Arroganz. Vorgesetzte sollten die persönlichen Ursachen lösen und so den Detailorientierten den Wind aus den Segeln nehmen.

Intuitiv: Blick auf die Hintergründe von Konflikten

Intuitive handeln im Vergleich zu Detailorientierten gegensätzlich: Sie widmen sich nicht dem konkreten Sachproblem, stattdessen begutachten sie die Hintergründe. Das kann dazu führen, dass sie in einem übermäßigen Maß Probleme austragen wollen und damit zu einer Eskalation beitragen. Bestenfalls lenken Chefs Intuitive stärker auf die objektiven Tatsachen.

Analytisch: Lösungsorientiert, teilweise zu kritisch

Die fünfte Gruppe an Konflikttypen bilden Analytische, die kritikfähig sind und selbst vielfach Kritik formulieren. Sie zeichnen sich durch einen lösungsorientierten Ansatz aus, können mit zu intensiver Kritik Kollegen aber auf die Nerven gehen. Die Verantwortlichen sollten ihr Verhalten beobachten und sie bremsen, wenn sie wegen uninteressanten Details Kritik üben.

Um sich selbst in Konflikten abzugrenzen, kann man das Aschenputtel-Prinzip nutzen.  Ähnlich wie im Märchen über das Aschenputtel trennt man hier anstatt der guten und schlechten Linsen die eigenen Konfliktanteile bewusst von denen des Gegenübers ab, übernimmt nur die Verantwortung für die eigenen Themen und versucht so, für die Konfliktlösung eine konstruktive Basis zu schaffen.

Bild: Bigstockphoto.com / Wavebreak Media Ltd

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